Mitarbeiter finden: Wie potenzielle Mitarbeiter nach Stellen suchen und (nicht) bei Ihnen landen

Video Stellenanzeige

Heute müssen Sie einen Arbeitsplatz vermarkten und damit das gelingt, wie ein Produkt oder eine Dienstleistung professionell und ausführlich bewerben.

Die Zeiten in denen die Unternehmen die große und freie Auswahl an Bewerbern hatten sind vorbei! Heute ist der Arbeitnehmer derjenige, der sowohl bei einfachen Helferarbeiten als auch bei anspruchsvollen Führungspositionen die Auswahl an Stellen hat.

Es stehen nicht mehr Arbeitnehmer im Wettbewerb um Stellen, sondern Arbeitgeber im Wettbewerb um Mitarbeiter.

Wie Arbeitnehmer (online) nach Stellen suchen

1. Suche bei Google oder Stellenbörse

Wenn Arbeitnehmer im Internet nach einer neuen Stelle schauen, suchen sie in der Regel nach der entsprechenden Berufsbezeichnung + Stadt oder Bundesland. Diese Suche führen sie entweder über Google durch oder direkt auf einer Stellenbörse. Wobei die Google-Suche in diesem Zusammenhang zu vernachlässigen ist, da über Google nur die Stellenbörsen vorne ranken. Zu versuchen, mit einer Stellenausschreibung auf der eigenen Internetseite über Google gefunden zu werden, scheint angesichts der starken Positionierung der Stellenbörsen unrealistisch.

2. Bewerber sieht auf der Stellenbörse die Anzeigenliste

Bevor ein potenzieller Bewerber überhaupt Ihre Stellenanzeige lesen kann, muss er darauf klicken, was voraussetzt, dass die Anzeigenüberschrift und die Kurzbeschreibung sein Interesse geweckt haben und besser formuliert sind als die Anzeigen der Wettbewerber.

3. Bewerber liest die Stellenanzeige

Eine gute Stellenanzeige ist dabei aufgebaut wie eine Landingpage.

4. Bewerber schickt Bewerbung ab oder recherchiert weiter über Ihre Firma

Wenn sich der Bewerber bewirbt, ist der Ablauf an dieser Stelle zunächst zu Ende. Wenn sich der Bewerber aber zunächst gegen eine direkte Bewerbung entscheidet und weiter über das Unternehmen recherchiert wird es spannend, denn hier gibt der Bewerber der Firma eine zweite Chance, zu überzeugen.

Mitarbeiter finden

Wie potenzielle Bewerber bei Ihnen landen

Damit ein Bewerber auf Ihre Anzeige klickt, müssen Titel und Kurzbeschreibung einfach stimmen. Hier können wir viel von SEO, also der Suchmaschinenoptimierung lernen. Dort ranken die Seiten am höchsten die dem User die passensden Informationen liefern und deshalb auch am häufigsten angeklickt werden. Leider oder zum Glück für Sie, haben hier viele Stellenanzeigen erheblichen Nachholbedarf bzw. machen vieles falsch. Ein Beispiel, aus einem hart umkämpften Markt: Pflegekräfte. Hierzu haben wir verschiedene Stellenanzeigen betrachtet die häufig so aussehen:

Altenpfleger/in
Altenpfleger/in in Musterstadt Ihre Aufgaben: – Behandlungs- und grundpflegerische Tätigkeiten – Beachtung der aktivierenden Pflege – Krankenbeobachtung von Informatio…

Gesundheits- und Krankenpfleger, Altenpfleger oder Pflegefachhelfer (m/w)
Die neue Stelle soll in der Nähe sein? Dann ist Krankenhaus Musterstadt vielleicht schon bald ihr neuer Arbeitgeber.

Beide Anzeigen sind zwar sachlich richtig, aber bieten dem Bewerber keinerlei Mehrwert, außer der Information dass Arbeitgeber XY Pflegekräfte sucht. Eine Stellenanzeige muss aufgebaut sein wie eine Werbeanzeige. Kein Unternehmen das seine Produkte oder Dienstleistungen vermarkten möchte, würde solch einfallslose Werbeanzeigen schreiben. Beispiel: Ein Unternehmensberater schreibt auch nicht „Unternehmensberater – Beratung von Unternehmen und Beobachtung von Abläufen“ oder „Unternehmensberater – Sie suchen jemanden aus Ihrer Nähe? Villeicht sind Sie schon bald mein Kunde“.

Eine gut formulierte Anzeige würde so aussehen:

Hier werden Sie als Altenpfleger geschätzt und Ihre Leistung anerkannt
Mehr Zeit durch höheren Personalschlüssel, kostenlose Getränke, familiäres Team, flexible Arbeitszeiten und eine moderne Ausstattung. Dürfen wir Sie kennenlernen?

Ihre Stellenanzeige ist eine Landingpage

Der Begriff Landingpage kommt aus dem Online-Marketing und beschreibt eine themenspezifische Seite einer Internetseite, die strategisch darauf ausgerichtet ist eine bestimmte Aktion, eine sogenannte „Conversion“, zu generieren und ist dementsprechend aufgebaut. Die Conversion ist in Ihrem Fall, dass der Bewerber auf „Jetzt bewerben“ klickt und seine Unterlagen einreicht. Dabei hat sich gezeigt, dass Landingpages die nach einem bestimmten Schema aufgebaut sind deutlich besser funktionieren als Seiten die keinem durchdachten Aufbau folgen. Das Prinzip der Landingpage sollte daher auf die Stellenanzeige übertragen werden.

1. Überschriften: Bringen Sie Ihr Stellenangebot auf den Punkt.
2. Fließtext: Die Gelegenheit den Bewerber zu überzeugen.
3. Bullet points: Stellen Sie die Highlights heraus.
4. Foto oder Video: Sind einfach eye catcher.
5. Überschrift + Fließtext: Was erwarten Sie vom Bewerber.
6. Überschrift + Fließtext: Was macht Ihre Firma aus.
7. Testimonial: Foto eines Mitarbeiters und seine Motivation.
8. Einladung: Sprechen Sie eine Einladung aus.
9. Call to action: Sprechen Sie eine Handlungsaufforderung aus.

Was Bewerber davon abhält sich bei Ihnen zu bewerben

Haben Sie in der Regel genügend Bewerbungen? Falls ja, Glückwunsch! Sie sind bereits eine attraktive Arbeitgebermarke, machen Sie weiter so. Falls nicht, gebe ich Ihnen im folgenden einige Inspirationen wie auch Sie schon bald als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden können um ausreichend Bewerber anzuziehen.

Versetzen wir uns für einen Moment in den Bewerber, der online nach einer passenden Stelle sucht: Sie müssen sich bewusst machen, dass Sie in der langen Liste von Anzeigen nicht der einzige Arbeitgeber sind und die Stellenangebote der Wettbewerber nicht eine Autofahrt entfernt sind, sondern lediglich einen Klick. Wenn Sie nicht ausreichend Bewerbungen bekommen oder die Bewerbungen keinen guten Qualifizierungsgrad aufweisen, dann haben Sie es nicht geschafft dem Mitarbeiter seine wichtigste Frage zu beantworten:

Wie wäre es wohl, in dieser Firma zu arbeiten?

Gerade in hart umkämpften Branchen in denen die Gehälter überall ähnlich gut sind, machen häufig die kleinen Dinge den Unterschied. Wie z.B. die folgenden Fragestellungen:

  • Wie sehen die Kollegen aus, eher jünger, eher älter, welcher Dresscode herrscht vor?
  • Wie sehen die Räumlichkeiten aus? Wie ist mein Arbeitsplatz gestaltet?
  • Gibt es kostenlose Getränke/Snacks oder nicht?
  • Was für eine Kaffeemaschine gibt es?
  • Wie ist das Team? Eher motiviert? Eher gelangweilt? Wie ist die Arbeitsatmosphäre? Der Umgangston?

Mit einem Recruiting-Video authentische Einblicke in den Arbeitsalltag geben

Zeigen Sie dem potenziellen Bewerber wie der Arbeitsalltag bei Ihnen aussieht! Lassen Sie Mitarbeiter vor der Kamera darüber sprechen warum Sie gerne bei Ihnen arbeiten, dass ist authentisch und kommt viel emotionaler rüber als eine reine Textbeschreibung. Mit einem Recruiting Video können Sie erlebbar machen, was es heißt bei Ihnen zu arbeiten.

Jetzt Kontakt aufnehmen und Ihr Unternehmen für potenzielle Bewerber erlebbar machen!