Dreharbeiten mit 3 Kameras in Bangkok

Dreharbeiten

2012 waren wir zum ersten Mal in Thailand und haben mit der Canon EOS 650D einen Kurzfilm mit dem Namen THAILAND’S DIVERSITY gedreht. Der Film wurde hauptsächlich auf dem Land gedreht, aber auch in Bangkok, um die Vielfalt Thailands, seine Kultur und die Natur zu zeigen.

Im März 2014 sind wir für ein paar Tage nach Bangkok zurückgekommen. Wir haben drei Kameras mitgebracht: Die Sony DSC-RX10, die Blackmagic Pocket Cinema Kamera und die Canon EOS 7D.

Die Sony DSC-RX10 war wegen der guten Bildstabilisierung und der festen Linse die ideale Wahl für Aufnahmen aus der Hand. Es gab uns auch die Chance, Zeitlupe in 1080p zu drehen, was viele Kameras immer noch nicht können. Die Leute schenken einer solchen Kamera nicht viel Aufmerksamkeit, weil sie denken “Oh, nur ein Tourist der fotografiert …” Die Kamera sieht nicht zu groß und nicht so professionell aus wie eine Spiegelreflexkamera, was ein Vorteil ist, wenn man niemanden stören will.

Das war einer der Gründe, warum wir die meiste Zeit kein Mikrofon auf der Kamera befestigt haben und um ehrlich zu sein, der interne Sound des RX10 Stereomikrofons ist ziemlich gut. Am Anfang des Kurzfilms, den wir in Bangkok gedreht haben, hört man Regen. Der Ton wurde nicht mit einem externen Mikrofon aufgenommen, sondern mit dem internen Mikrofon.

Wir sind immer noch beeindruckt von der Bildqualität der Sony DSC-RX10 beim Filmen, bei hellem Tageslicht. Die Details und die Schärfe sind völlig anders als bei Aufnahmen mit der 5D oder 7D. Schwaches Licht kann ein Problem sein, da in manchen Situationen Artefakte sichtbar sind.

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Um von der 30. Etage des Hotels, in dem wir wohnten, detaillierte Aufnahmen der Straße von Bangkok zu machen, war wiederum eine andere Kamera ideal. Die Blackmagic Pocket Camera ist unglaublich, wenn es darum geht, detailliertes Material zu liefern. Wir haben mit dem Canon 24-105mm F / 4 mit EF-MFT-Adapter viel Material aus dem Fenster des Hotelzimmers gefilmt. Da RAW-Aufnahmen in der Postproduktion viel mehr Zeit in Anspruch nehmen und außerdem zu viel Speicherplatz verbrauchen, war klar, dass wir in ProRes filmen würden.

Warum aber nicht alles mit der Pocket Camera aufnehmen? Die Antwort ist einfach: Obwohl es eine kleine Kamera ist, die in die Tasche passt, ist sie nicht ideal für Aufnahmen aus der Hand. Das Problem ist, dass wir keine MFT-Objektive oder andere haben, die von der Pocket-Kamera unterstützt werden. Das bedeutet, dass der Bildstabilisator unserer Canon-Objektive nicht mit der Blackmagic MFT-Halterung funktioniert.

Selbst bei Verwendung des Tokina 11-16mm F / 2.8 kann man die Verwacklung beim Filmen aus der Hand sehen, besonders bei hohen Temperaturen. Der nächste Punkt ist natürlich die Objektivwahl und die riesige Datenmenge. So war es klar, dass man mit der BMPCC nicht durch die Straßen Bangkoks rennen konnte, sondern mit der vielseitigen Sony RX10.

Dreharbeiten in Bangkok

Wir entschieden uns, die Canon EOS 7D für die Zeitraffer, speziell für die Nachtaufnahmen zu verwenden. Denn die meisten Videokameras können nicht länger als 1/25 Sekunde belichten. Die langen Belichtungszeiten wurden alle mit der 7D erfasst. Die Sony RX10 hat tatsächlich die Möglichkeit, im Videomodus bis zu ¼ Sekunde zu belichten, was wir zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht wussten.

Am Anfang des Videos ist ein Timelapse im Regen, aufgenommen mit der RX10 und etwas beschleunigt. Der Rest ist alles von der 7D.

Der Kurzfilm trägt den Titel MOMENTS IN BANGKOK und wurde mit Adobe Premiere Pro CS6 bearbeitet, da wir noch nicht die Zeit hatten, zu CC zu wechseln. Das Layout ist anders, daher müssen wir uns erst daran gewöhnen. Die Farbkorrektur war eine Kombination aus unseren Farbkorrektur-Voreinstellungen in After Effects und dem Plugin Filmconvert. Wir testen derzeit verschiedene Plug-Ins und LUTs, um herauszufinden, welche Presets oder Tools die besten sind. Die Zeitraffer aus der 7D wurden in After Effects bearbeitet.